Sonntag, 28. November 2010

I´ve been into the desert



Vor 2 Wochen haben wir kurzfristig einen Ausflug ans Tote Meer, nach Ein Gedi, eine Oase in der Jordanischen Wüste, gemacht. Mit dem Bus sind wir die ca. 1000 Höhenmeter zum Toten Meer „runtergefahren“. Dort haben wir natürlich erst mal die Standarttouristenfotos im Meer gemacht...

Nach einer Nacht unter freiem Himmel nur in Bettlaken, die trotz des fortgeschrittenen Novembers sehr mild war, haben wir uns am nächsten Tag in die Oase mit afrikanischem Klima gewagt. Ein Gedi besteht aus zwei Tälern, in denen sich verschiedenste Tierarten tummeln, unter anderem eine Wüstenleoparden Population, sowie Wölfe und Hyänen, was wohl der Grund ist warum man dort nicht übernachten darf;)

Auf den angelegten, aber trotzdem sehr interessanten Wanderwegen haben wir den nächsten Tag dann verbracht. Für angenehme Erfrischung haben des öfteren natürliche Steinpools gesorgt, die von dem Felswasser vollgelaufen sind.

Hier ein paar Bilder:

Samstag, 6. November 2010

Das erste Viertel

Hey,

das erste Viertel meines Auslandsjahres ist überschritten. Da ich seit längerem etwas schreibfaul war, probiere ich euch jetzt wieder auf den aktuellsten Stand zu bringen.

Je länger man hier lebt, desto weniger zieht man den Vergleich zu Deutschland, hinsichtlich mancher Alltagssituationen.

Ein kurzes Bespiel hierfür sind die sehr beliebten Koffersprengungen.

Seit meiner Ankunft habe ich schon mindestens 4 Sprengungen in Hör-, oder Sichtweite mitbekommen.

Sprengungen kommen zustande, wenn ein Gepäckstück an einem öffentlichen Platz keinem Besitzer zugeordnet werden kann und es für die Polizei nicht möglich ist, dieses einzusehen, ohne es zu öffnen. Da die Gefahr besteht, dass ein Sprengsatz in dem Gepäckstück ist, wird dieses entweder mehrfach speziell durchschossen, oder kontrolliert gesprengt.

Da dies hier Alltag ist und wahrscheinlich seit längerer Zeit keine Bombe mehr gefunden wurde, wird dies so routiniert durchgeführt, dass die jeweilige Straße nur knapp 10 Minuten gesperrt wird und nach der Sprengung wieder alles seinen geregelten Ablauf nimmt.

Anderes Thema:

Seit kurzem bin ich der stolze Besitzer eines Fahrrads und kann somit dem chaotischem Busfahren entgehen, wodurch sich die Zeit meines Arbeitswegs von bis zu einer ¾ Stunde auf gute 10-20 Minuten verkürzt.der Drahtesel

Zum Wetter: Ich vermissen den Herbst mit seinen bunten Blättern... die grauen Wolken, die sich vor die Sonne schieben und den herrlich kalten Wind und natürlich den Regen!! der erste Baum, den ich mit verwelkten Blättern gesehen habe (im Kibbuz Nachsholim)


wer braucht

schon Herbst?!!






Letzte Woche habe ich an einem Volontärsseminar in einem Kibbuz in der Nähe von Haifa teilgenommen. Das Thema des Seminars war: „ Der israelisch-palästinensische Konflikt“. Gesponsert wurde das von unserem Familienministerium und die haben nicht gespart. Das Seminar war sehr umfangreich, mit Gesprächen mit Vertretern unterschiedlicher Parteien, einem Ausflug nach Tel Aviv und in ein arabisches Dorf, was halb israelisch und halb palästinensisch ist uä.

Die Lage des Kibbuz war herrlich, mit direktem Strandanschluss. Und das Essen war das beste, was ich seit meinem Aufenthalt hier gegessen habe!!!

Eindrücke aus dem palästinensischen Teil von Bartaa



Ansonsten geht es mir hier immer noch sehr gut und ich bin froh, dass ich noch mehr als die Hälfte der Zeit vor mir habe.

Aber trotz meiner Erfahrungen hier, freue ich mich immer wieder über Mails von Freunden und Verwandten. Außerdem hoffe ich, dass alle die mich mit meinem Förderkreis unterstützen diesen Blog kennen...